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Social Networks und "Web 2.0" - Accounts und Betrachtungen

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© 2012






























Vorbemerkung

Auf dieser Seite findet Ihr zum einen Links zu verschiedenen meiner Profile oder Seiten in einigen Social Network- oder Bookmark- oder Social News- etc. Diensten (Wenn ich Euch kenne und Ihr mein jeweiliges Profil nicht findet bzw. es unten als "anonym" gekennzeichent ist, fragt einfach, wenn Ihr einen Kontakt im betreffenden Netzwerk zu meinem Profil herstellen wollt.) und zum anderen auch ein paar zusätzliche Bemerkungen zum Thema (Datensicherheit etc.).

Die Seite dient also nicht nur zur Information über meine Netzwerkaktivitäten, sondern zugleich als kritische Erörterung grundsätzlicher Möglichkeiten und Gefahren der Teilnahme auf interaktiven Seiten im Internet. Dabei erhebe ich keinen Anspruch auf eine umfassende Darstellung (die bieten andere Seiten vielleicht besser), sondern hebe einige Aspekte hervor, die ich für besonders wichtig oder einfach interessant oder jedenfalls erwähnenswert halte. Die Dartellung erfoglt dabei teilweise stichwortartig.



A. Erster Teil: Soziale Netzwerke, Social Bookmarks und Microblogging (und ein Hinweis auf ein Blog)

I. Zur Auswahl

Ich habe verschiedene Dienste ausprobiert, nicht alle sind hier aufgeführt.

Insbesondere Support-Foren (etwa bei apple.com u. a.), Seiten zum finanziellen Crowd-Sourcing oder Wikis (vom grundlegenden, aber leider (?) nicht konsequent umgesetzten Konzept her würde ich viel eher zu wikinfo.org (möchte aber auch auf Getwiki verweisen) als zu Wikipedia raten (die Preußische Allgemeine Zeitung hat hier detailliert dargelegt, wie bei der ideologiegeprägten Bearbeitung vorgegangen wird; ähnliche Erfahrungen lassen sich wohl im spirituellen Bereich machen) habe ich i. a. nicht aufgenommen.


II. Aktivität

Ob ich in den jeweiligen Diensten aktiv bin, ist freilich noch eine andere Frage. Im allgemeinen dürfte mehr außerhalb des Internets zu tun sein...


Ein reguläres Blog habe ich lange de facto wohl nicht wirklich geführt (oder jedenfalls nicht regelmäßig), obwohl ich nun einen sehr schönen Namen bei Wordpress gefunden habe, nämlich hier (Hinweis: Gerade habe ich gesehen, daß man die Datenbank bei Wordpress.com ja auch exportieren kann - damit ist es natürlich wirklich ein gutes Angebot, soweit man auf Wordpress bloggen möchte !). Für Unterrichtszwecke habe ich freilich auch dieses erstellt, um dort gegebenenfalls Links und Hinweise zu posten und im Unterricht darauf unter Verwendung einer nicht allzukomplizierten URL verweisen zu können.

Warum habe ich mich in bezug auf das Bloggen zurückgehalten ? Siehe hier. Wer mitmachen will: hier. [Ursprünglich hatte ich die Daten der vorstehenden Links sogar auf zwei eigenständigen Homepages, http://www.myhomepageasmyblog.com und .org. Die gebe ich aber auf oder, zu dem Zeitpunkt, in dem ich dies tippe, werde ich aufgeben; ich habe ja schon so viele.]

Nun allerdings, im Zuge einer geplanten Kampagne bei Indiegogo (gebt mir Bescheid, wenn ich Euch auf den Start aufmerksam machen darf !) und auf den Beginn meiner offiziellen Tätigkeit als Channel, habe ich aus Werbewirksamkeitsgründen doch das Bloggen begonnen.


Facebook: Bisher hatten mich die TOS veranlaßt, mich nicht anzumelden. Gegen eine Anmeldung sprachen bei mir bisher die Aggregierung von Informationen aus anderen Quellen und gewisse Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Datenschutzes bei Facebook (siehe aber [?] auch B.). Der zweite Punkt hat sich hoffentlich (!) mit den neuen Änderungen vom 1. Mai 2009 erledigt, den ersten Punkt habe ich nach einer weiteren Änderung gegen Ende 2009 zumindest ad hoc ebenfalls nicht mehr gesehen, das bliebe aber noch einmal zu checken. Ich hatte schon zuvor um Klarstellung gebeten, auf die aber eine ziemlich wahnwitzig wirkende Reihe von Antworten kam, die u. a. beinhalteten (auf Postings in Deutsch und Englisch, also unterstützten Sprachen hin), ich möge bitte in einer unterstützen Sprache schreiben. Mein Hinweis, das hätte ich getan, wurde mit keiner klärenden Aussage honoriert. Dies weckt natürlich gewisse Zweifel zumindest an der Kompetenz des Support-Personals.

Überdies ergibt eine Untersuchung der Finanzquellen Facebooks ja auch durchaus einiges Interessante. Die Speicherung auch gelöschter Daten erscheint da nicht unpassend. Daß man auf Facebook Daten auch nicht wirklich löschen kann, ist ebenfalls interessant. Eine Übersicht über die Probleme und mögliche Aktionen dagegen gibt es etwa hier und hier.

Trotz mehrer Einladungen von guten Freunden bin ich daher Facebook bis zu dem Zeitpunkt dieser Notiz jedenfalls nicht beigetreten.

Zudem habe ich mittlerweile dies gelesen. Man fragt sich, ob man das als Arroganz bezeichnen kann / darf, oder ob es einfach nur komplettes Unverständnis dafür ist, daß man doch jedem selber überlassen sollte, wieviel man im Internet an Daten allgemein zugänglich machen möchte. Vermutlich aber ist es entweder die Begierde nach mehr Geld oder jedenfalls die bewußte oder unbewußte Mitwirkung an der Erfschaffung einer Welt, die denen, in deren Händen Information = Macht ist, vermutlich recht entgegenkäme. Damit dürfte ich ziemlich sicher auch weiterhin davon absehen, Facebook private Daten anzuvertrauen. (Ein Ausweg könnte, wenn man es denn nutzen möchte, einfach sein, sich mit einer Firma oder Marke die man besitzt oder als Künstler anzumelden. Vielleicht werden zumindest in den ersten beiden Fällen nicht so viele private Daten abgefragt ? )Für diejenigen, die nun auf Abstand gehen möchten, könnte dieser Link (aus der Heise - Diskussion, wollte aber aus rechtsgründen (sonstiger Inhalt) den betreffenden Beitrag nicht verlinken: http://www.facebook.com/help/contact.php%3Fshow_form=delete_account
hilfreich sein. Will man diesen radikalen Schritt nicht gehen, hilfen vielleicht Artikel wie dieser. Außerdem sollte man sich klar darüber sein, daß selbst etwas, was man auf "nichtöffentlich" / "privat" stellt, u. U. relativ leicht ausgelesen werden kann.


• Ein Bebo-Profil, von dem ich hörte, daß es etwa im U.K. recht beliebt (gewesen ?) sei, habe ich mir zugelegt, bin aber bisher nicht weiter aktiv gewesen.


• Google+: Da habe ich nun in der Tat ein Profil.
Allerdings muß man (Stichworte "non-exclusive", "irrevocable", "royalty free" etc...) sehr gut die Nutzungsbedingungen lesen. Aber die Cirles-Idee ist sehr interessant (vgl. meinen ersten Eindruck hier). Circled mich, und Ihr seht mehr.

Nicht begrüße ich allerdings die Pflicht zur Offenlegung des einzelnen Namens. Man sollte es schon den Nutzern überlassen, ob sie ein Profil und ob dies mit ihrem Namen veröffentlichen wollen - und enthalte es auch nur den Namen. Lohnt es sich denn wirklich, auf diese Weise Leute zu etwas zu bringen, was sie vielleicht gar nicht wollten ? Und ist die Anzahl jener, die dem Drang nachgeben wirklich größer als die derjenigen, die sich davon nicht beeinflussen lassen und eben wegen der Öffentlichkeit der Profile nicht Mitglied werden ?

Ferner sehe ich in dem unautorisierten Versenden von Benachrichtigungen und Einladungen, wenn man Nicht-Mitglieder zu Kreisen hinzufügt, einen Datenschutzverstoß und bedenkliche Ähnlichkeiten zum Verhalten von Facebook.


• Orkut: mein Account ist leicht auffindbar, werde aber wohl nicht so viel schreiben, da sie Copyrights darauf legen. Schade.


• LinkedIn: Sah für mich bezüglich der bei Facebook
angesprochenen Kritikpunkte besser aus, empfand aber zunächst nicht wirklich, daß es vorteilhafter für mich wäre, Mitglied zu werden. Als ich dann auf Arbeitssuche war, habe ich mich doch angemeldet. Hier ist mein Profil.


• Xing: Ich war einst Mitglied, bis zu einer Diskussion hinsichtlich zielgerichteterer Werbung auf den Profilen, meine Ablehnung und Hinterfragung der Rechtmäßigkeit gemessen an den AGB-Bedingungen führten i. E. zum Austritt.
Nachdem ich mir dann noch einmal aufmerksam die Nutzungsbedingungen durchlas, fiel mir insbesondere der folgende Satz ins Auge, den ich völlig unangebracht und möglicherweise für rechtswidrig (hier wird ein möglicher Grund genannt) halte: Für Xing liegt ein wichtiger Kündigungsgrund vor, wenn "der Nutzer ist Mitglied einer Sekte oder einer in Deutschland umstrittenen Glaubensgemeinschaft." Und: Welche Glaubensgemeinschaft ist denn nicht umstritten, jeweils aus der Perspektive der anderen, wenn man genau hinschaut ? Es ist schon klar, wer gemeint ist - aber eine Gruppe von Menschen wegen ihres Glaubens auf diese Weise brandzumarken, ist m. E. ... ehm...: widerrechtlich. Ohne Stolz habe ich mich dann dennoch aus utilitaristischen Gründen, während ich auf Arbeitssuche war, angemeldet.



• Twitter: Ich hatte es ursprünglich hauptsächlich für Gedichte, Verse und kürzere prägnante Sätze, genutzt, hier (Hat jemand von Euch, die ich kenne, ein Twitter-Account ?). Nun nutze ich es aber nicht mehr so und habe auch die alten Tweets gelöscht, weil Twitter, trotz gegenteiliger Behauptungen, mit seiner diesbezüglichen Änderung der Nutzungsbedingungen der Sache nach sich erhebliche Rechte am Content seiner Nutzer versichert. Wenn man mehr als Belangloses von Begabten will, muß man sich da schon anders verhalten. Schade, daß man so kreative künstlerische Ansätze von Leuten, die wirklich Wert auf Kontrolle über Inhalte und Copyrights legen, trotz anderslautender Worte de facto abschreckt und so selber die Qualität der eigenen Plattform unterminiert.

Mitunter liest man Zweifel daran, inwieweit ein Tweet überhaupt die für Copyrights erforderliche Schöpfungshöhe haben könne. Aber dies ist natürlich auch eine Frage des Einzelfalls, und für einen Dichter sollte es kein Problem sein, auch in wenigen Worten etwas Urheberschutzwürdiges auf diese Erde zu bringen.


• Friendfeed: hier. (Hat jemand von Euch, die ich kenne, ein Friendfeed-Account ?) Bisher waren die Nutzungsbedingungen akzeptabel. Und ich finde es einen schönen, angenehmen Dienst. Schade, daß es nicht wirklich von so vielen wie wünschenswert benutzt wird. Da aber leider ja nun Facebook gehörend, muß man da vielleicht angesichts Mark Zuckerbergs oben verlinkter Aussagen doch etwas aufpassen ?


Ein Jaiku-Account hatte ich, hatte es aber erst einmal weniger benutzt, wollte es mir einfach gern einmal anschauen. Schade, daß Google das de facto so behindert und nun im Januar 2012 eingestellt hat.


del.icio.us: hier (wenngleich meine meisten Links auch weiter in Safari sind) (Hat jemand von Euch, die ich kenne, ein del.icio.us-Account ?).


• Flickr: Habe aktuell ein Account, aber nur zwecks Abonnement eines anderen Streams.


• Momanda (mein Account ist hier) ist ein jüngeres spirituelles Network mit deutschen Wurzeln, auf das ich über die Nutzung durch Isabelle von Fallois stieß.


Universität Tübingen: Alumni (hm, wenn ich in Deutschland akademisch tätig sein wollte, würde es wohl Mut erfordern, meine Homepage da zu verlinken... Aber frei ist der, der nichts wünscht...)


Studienstiftung des deutschen Volkes: Intranet (einfach per Namenssuche) (hm, ich glaube, dieser Verweis ist pure Angabe gewesen... aber ist ein Profil...) · Ebenfalls im Wiki zur Mailingliste. Und natürlich nun auch im Alumninet.


Youtube: habe ein Account / eine Seite, bisher jedenfalls anonym gehalten, mittlerweile nicht mehr ganz anonym. Wenn Ihr mich kennt, fragt mich einfach nach der URL, oder schaut Euch alle meine Seiten an, ob Ihr sie findet ; ) .


• Yigg: habe eine Seite, anonym gehalten. 


Google-Groups-Profile: vorhanden, glaube ich. Ein (generelles) Google - Profile habe ich bisher nicht eingerichtet.


Amazon.de-Profile: lange nicht genutzt, da ich nicht wußte, ob man Herrschaft über die Daten behält.


Amazon.de-Wunschzettel: Hier. Besuchen ! Schenken ! Freuen ! ;)
Und in Ergänzung auch mein Amazon.com-Wunschzettel: Hier in Zukunft vielleicht, einstweilen bitte fragen.


• Die Profile bei yahoo, etwa hier, habe ich bisher hauptsächlich für Verlinkung meiner Homepages verwendet.


Auch in einigen Foren war oder bin ich aktiv, etwa einem Esoterikforum oder neuesens dem sehr guten, hilfreichen Harfenforum.


Für Mitteilungen an Freunde eignet sich übrigens auch Skype, in dem Fenster ganz oben... Auch eine Art Microblogging, wenn man so möchte, eben gegebenenfalls für einen eingegrenzteren Kreis.

Was ich vielleicht gern genutzt hätte, aber bisher nicht getan habe: http://www.academia.edu/


B. Zweiter Teil: Vorteile

- Leichter Leute finden oder wiederfinden, die keine Homepage haben und deren Mailadresse man ebensowenig hat wie ihre tatsächliche Adresse.

- Werbung für die eigenen Dienste oder Ideen

- Einige interessante Erwägungen dazu schreibt der Autor dieses Beitrages


C. Dritter Teil: Problematische Aspekte sozialer Netzwerke

I. Vorbemerkung

Vorausgeschickt sei, daß ich im Folgenden hauptsächlich kritisiere oder Gefahren nenne - dies aber unbeschadet der Tatsache, daß an sich ich das Phänomen hochinteressant finde, und es sicherlich gute Verwendungsmöglichkeiten gibt.

Es gibt jedoch im Folgenden näher zu untersuchende rechtliche und faktische Aspekte, die leider die grundsätzlich positive Sichtmöglichkeit in erheblichem Maße beeinträchtigen oder verschatten.


II. Problematische Nutzungsbedingungen

Es gibt Dienste mit wirklich akzeptablen Nutzungsbedingungen, z. B. noch im Frühjahr 2009 - jetzt ja nicht mehr, s. o. - Twitter. Viele andere Dienste erweisen sich aber bei näherer Lektüre der Nutzungsbedingungen als problematisch (für Beispiele s. schon oben).

Es geht für den Nutzer dabei vor allem um zwei Aspekte: Copyrightfragen (siehe z. B. zu dem mittlerweile wieder aufgegebenen Versuch Facebooks, Copyrights an den Nutzerbeiträgen zu erlangen - wie es z. B. auch ICQ tut - und einem interessanten Vergleich zu vielen anderen TOS hier) (1.) und Datenschutz sowie, unter Umständen, ethische Fragen bei "targetting" von Werbung (vgl. oben bei Xing) (2.). Doch auch finanzielle Aspekte sind zu bedenken (3).


1. Copyrights / Urherber- und Nutzungsrechte

Während es dem Normalbürger - zunächst einmal jedenfalls, vgl. aber III. - teilweise egal sein mag, ob ein anderer Rechtsansprüche auf die von ihm eingebrachten Inhalte ("User-Content") erhebt, ist dies für kreativ Tätige mit gehobenen Ansprüchen, die ihre Werke nicht unter Creative Commons o. ä. Lizenzen stellen möchten oder, im angelsächsischen Bereich, gemeinfrei stellen, hochproblematisch. Wenn z. B. ein Dichter irgendwann einmal seine Werke herausbringen möchte, der Verlag aber dies ablehnt, weil sie schon längst im Internet verbreitet sind, oder er schlechtere Konditionen erhält, spätestens dann wird ihm Bewußt, daß er die Nutzungsbedingungen besser gelesen hätte. Oder, wenn er ein berühmter Politiker geworden ist, und die Presse ein Bild im Internet findet, an dem er die Rechte aufgegeben hat, und das ihn mit Bier und Haschisch bei Tempo 180 (Großaufnahme Tacho...) auf der Landstraße zeigt, vielleicht noch mit einem Handy telephonierend... Dann war's das vielleicht mit der Karriere. Oder es wäre jedenfalls sehr peinlich.

Auch aus diesem Grunde habe ich weder Second Life (dort behielt man sich, als ich die Nutzungsbedingungen das letzte Mal las, das Recht vor, alle Eingaben zu beobachten und aufzuzeichnen) noch große Online-Rollenspiele ausprobiert (wie schade (?) ), denn anscheinend erheben die Spielebetreiber regelmäßig, sei es exklusiv oder non-exklusive, immerwährende Rechtsansprüche auf alles, was man da so sagt.

Wenn man das weiß, wie kann man sich da noch frei ausdrücken ? Mir würde das Spielen so nicht mehr so viel Spaß machen.

Nun ja, die Mehrzahl der Nutzer hat das wohl nicht einmal gelesen... (?).

Selbst wenn man die Nutzungsbedingungen beim Anmelden gelesen hat, enthalten viele Bedingungen Klauseln, denen zufolge man angeblich verpflichtet sei, sie regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen. Für Bewohner von Ländern, in denen diese Klauseln rechtsgemäß sind, bedeutet dies eine zusätzliche Gefahr (Heute: Selbstverständlich respektieren wir Ihre Copyrights ! Morgen: Alles gehört uns. Widerstand ist zwecklos. Die B.... ah, nur die Website).

Glücklicherweise mag es auch Länder geben, in denen solche Klauseln nicht geltendem Recht entsprechen. Die Frage ist eben nur, was ma in solch einem Fall tun kann. Die Gefahr betseht also für alle Nutzer - schon einmal jemanden in den USA oder auf einer winzigen Insel in der Karibik verklagt ? Jemanden mit vielen Millionen Dollar und Spitzenjuristen ?



2. Datenschutz

Einige Aspekte des Datenschutzes beleuchten momentan auch die Links auf http://del.icio.us/luxlucet. Da steht eigentlich einiges, so daß ich hier für den Augenblick gar nichts mehr geschrieben habe - aber schaut bei Interesse einfach wieder einmal auf dieser Seite vorbei.       

3. Gefahr der Inanspruchnahme durch den Websitebetreiber

Inwieweit Formulierungen für einen problematisch sind, die erklären, man stimme zu, alle Schäden, die dem Dienst dadurch entstünden, daß jemand sich rechtlich gegen den Dienst wende auf Grund von Aktionen oder Inhalt des Nutzers, zu ersetzen, für einen problematisch sind, sollte man sich auch überlegen.



III. Praktische und rechtliche Probleme


Hinzu kommen praktische und rechtliche Probleme. Einige spreche ich hier kurz an:


1. Vielleicht hat eine Seite ein an sich akzeptables TOS / akzeptable Nutzungsbedingungen, aber wenn dann ein Mitarbeiter an der Seite, Webmaster etc. dem zuwiderhandelt, kann es trotzdem ganz übel für den ein oder anderen unbedachten Nutzer aussehen.Man stelle sich z. B. vor, der Redakteur dieser hier beschriebenen Lokalzeitung wäre ein überzeugter Rotchinese gewesen, und es wäre um Tibet gegangen, und die Schule wäre die chinesische Regierung...


2. Profile, die auszufüllen sind (und die vielleicht bestimmte "Pflichtangaben" verlangen) können einen dazu verleiten, mehr Angaben zu machen, als man eigentlich normalerweise machen wollte oder als es "gut" für einen ist. Xing z. B. hat, als ich Mitglied war, die ursprüngliche Möglichkeit, die Universitäten zu nennen, an denen man studiert hat, ohne ein e Jahreszahl anzugeben, so umgestellt, daß jetzt die Angabe einer Jahreszahl verbindlich ist.

Generell sollte man sich die Privacy - Konfigurationsmöglichkeiten gut anschauen und sich Gedanken über die jeweiligen Konsequenzen der gewählten Konfiguration machen (auch für andere, deren Beziehungen zu einem selbst man vielleicht durch die gewählte eigene Einstellung einer größeren Öffentlichkeit offenbart). Was jetzt "süß". "cool" oder "witzig" ist, ist für die künftige Karriere, wenn es der Personalchef findet, vielleicht einfach nur noch entsetzlich...


3. Auch die folgende Frage kann sich stellen: Was tut man wenn einer jemanden bittet, ihn zu seinen virtuellen Freunden zu rechnen, den man eigentlich nicht dazu rechnen möchte ? Auch finde ich die Möglichkeit, Freunde nach "enger" oder "nicht so eng" etc. zu klassifizieren, unschön.

Auch kann man Freunde durch unvorsichtige oder bewußt polarisierende Äußerungen (weil man einfach hofft, so mehr Leserschaft zu finden) abschrecken.
Und man wird vor die Wahl gestellt: Hm, ich bin ein seriöser Banker, jener Freund aber ist eigentlich ein Versager / Esoteriker / Fanatiker... Hm. Ob ich ihn nicht eigentlich aus meinem Profil löschen sollte ?

(Ich selber z. B. habe, als ich in Xing war, bewußt einige Freunde nicht kontaktiert bzw. ihnen gesagt, sie sollen keinen Kontakt zu mir herstellen, um ihr Profil als "seriöser Anwalt" etc. zu schützen. Das mag natürlich auch einfach nur eine letztlich überflüssige Erwägung gewesen sein. Immerhin hat mich aber auch ein ehemaliger Kommillitone anscheinend kommentarlos aus seiner Kontaktliste entfernt - und so etwas ist natürlich ziemlich unhöflich.)


4. Außerdem sollte man schauen, daß man nicht zuviel Augenblicke damit verbringt, die man vielleicht besser im JETZT verbrächte (vgl. hier und zusätzlich auch hier). Außerdem muß man aufpassen, daß einen die Profil-Pflege nicht dabei unterstützt, sich mit Persönlichem zu identifizieren.


5. Dann sollte man sich auch die Frage stellen: Will man wirklich, daß seine Daten bei großen US- und anderen "Agenturen", deren Namen aus drei Buchstaben besteht, landen (soweit diese möglicherweise, ob legal oder nicht, Daten vermittels der betreffenden sozialen Netzwerke erheben; vgl. Facebook et al.) ?


6. Schließlich kann man sich als Webmaster fragen: Inwieweit beeinflußt die Nutzung des Dienstes das Ranking der eigenen Seiten bei Google und anderen Suchmaschinen (insbesondere, soweit man sein Profil nicht völlig von Suchmaschinen ausschließen kann) ? Es könnte passieren, daß eine gute vernetzte Profilseite vor der eigenen Homepage erscheint, zumindest, wenn man diese nicht optimiert.


7. Rechtliche Probleme können aufgeworfen werden, wenn das Recht eines Staates, in dessen Machtbereich man lebt oder wirkt, bestimmte Anforderungen an die Profil- etc. Seiten stellt, die die Dienste nicht erfüllen, etwa ein Impressum (auf Seiten, die keine Verlinkungsmöglichkeit bieten; gegebenenfalls Gegenargument gegen übereifrige Juristen: Anbieter sei in dem Fall doch gar nicht der - etc. Autor, sondern der Anbieter des Blogdienestes; weiteres Problem: wenn der Blog Politisches betrifft: V. i. S. d. P. im Inland ?), Datenerhebungsfragen o. a.

Beiträge in öffentlichen Foren und Communities können darüberhinaus dann Probleme bereiten, wenn man in einem totalitäreren Staat lebt, in einen totalitären Staat umzieht oder, schlimmstenfalls, der bisher mehr oder minder freie Staat zum totalitären Staat würde.


8. Und für denjenigen, der sich auf eine Stelle bewirbt oder vielleicht irgendwann noch einmal oder erneut bewerben möchte:

Sowohl die falsche Nutzung (Alkoholbild mit freiem Oberkörper, Haschischbild etc.) als auch die Nichtnutzung (!) sozialer Medien kann mittlerweile eine nicht zu unterschätzende Einstellunghürde werden bzw. aus sicht der Personalverantwortlichen rechtfertigungsbedürftig sein.

Auch die hier beschriebenen Ereignisse bieten Anlaß zur Vorsicht.


9. Aus der Summe aller Aktivitäten in verschiedenen Netzwerken lassen sich durch intensive Auswertungen vermehrt Profile erstellen, die weit aufschlußreicher sind als die Einzelprofile.


10. Bei Fehlinterpretationen durch Geheimdienste und Polizei kann man schneller die Einsatzkräfte vor Ort haben, als einem lieb ist. Ein Beispiel bildet etwa das Vorgehen der britischen Polizei gegen eine Grillparty. Die Argumentation der britischen Polizei zeigt, wie gefährlich so eine Denkweise sein kann:

1. Man begeht eine Fehleinschätzung.
2. Man extrapoliert auf dieser Basis in die Zukunft
3. Alles, was man unter dieser Prämisse begeht, ist gerechtfertigt.

Minority Report ließe grüßen.

Eigentlich sollte es ja allgemeines Bildungsgut sein, aber wer es noch nicht gelesen hat, sollte "1984" lesen. (Besonders interessant übrigens auch "Das Traktat über die Macht" darin).


IV. Potentielle Lösungen

- Bewußtwerdung der Problematik bei den Nutzern und Reaktion durch Nichtanmeldung / Protest / Abmeldung im Falle unguter Nutzungsbedingungen oder Datenschutz-Policies. Anschreiben des zuständigen Datenschutzbeauftragten. Mitwirkung an der Bewußtwerdung und Gestaltung neuer Regeln.

- Klugheit und Vorsicht.

- Auswechselung einiger Führungsfiguren

- Anpassung der Datenschutzgesetze, soweit erforderlich, oder korrekte Anwendung

- Soweit angezeigt, ab und zu oder regelmäßig kontrollieren, was bei der Suche nach dem eigenen Namen in den verschiedenen Suchmaschienen auftaucht (man kann auch automatisierte "Alerts" setzen). Es gibt ferner professionelle Firmen, die die Kontrolle übernehmen und u. U. bei der Abhilfe mithelfen können. Aber bei begründeter Darstellung ist Google etwa eigentlich auch ganz hilfreich..

- vermehrte Nutzung des gesamten Raumes des Internets in Eigenverantwortlichkeit: Das ganze Internet selbtst kann man ja auch einfach als soziales Netzwerk benutzen, indem man auf die Homepages von Freunden verlinkt  (Wenn jede Seite eine Freundesseite hätte, auf der stünde, daß es Freunde oder Bekannte sind, aber daß der Link nicht heißt, daß man unbedingt ihre politischen oder weltanschaulichen Ansichten teile, dann könnte das interessant sein)

- Manchmal helfen auch Wahlen.

und viele Probleme wären gelöst...



© 2012. Letzte (Teil-)Aktualisierung: 24. Januar 2012.